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Meine Bahnhofsgeschichte

(unvollendet - aber angekommen im Dorf)                           Stand 03 / 2020

Einige der wenigen Möglichkeiten, im GRÜNEN zu leben, sind bei Einhaltung der Legalität und der Beachtung des Bauplanungsrechtes landwirtschaftliche Nebenbetriebe, Förstereien und Bahnhöfe …

Nach dem Weglaufen und Wegfahren: Eisenarsch Deuschland im Kreis, Nordkap, bis ans ENDE: Finistere in Frankreich und Spanien, Olympia, Kap Anamur, Kapadokien und Bosporus, einigen SKATER - GURKEN - PREISEN sowie Bergbesteigungen bis auf  "viereinhalb" habe ich mich für das SEßHAFTWERDEN im FLÄMING entschieden, zumal mich meine ALTE DICKE BLAUE in 10/2015 mit 285 TKM endgülig im Stich gelassen hat.

Nach meiner ersten Suche in den 90er Jahren hatte ich diesen Bahnhof wieder aus dem Auge verloren (er war damals noch - bis Herbst 2003 - bewohnt) aber ich  fand ich ihn Ende 2006 durch Zufall im Internet als zu versteigerndes Objekt der DB AG an einer 1962 stillgelegten Strecke,  ruhige Dorfrandlage, nahe meines Dienstortes wieder. 

Der Weg bis zur Schlüsselübergabe am 30.05.2007 war aufregend und beschwerlich und in Folge der Knebelverträge rechtlich aufwendig, bis dahin blieb ich über Nacht schon mal im Zelt, was von der fürsorglichen Dorfbevölkerung aufmerksam und etwas mißtrauisch beobachtet wurde.

Was fand ich vor: Wasser, Strom, Telefon, bedingt funktionsfähige Öfen, Türen und Fenster, in den 70er Jahren letztmalig tapezierte Räume, kaum Beschädigungen, allerdings auch kaum Bahnhofsüberbleibsel an dem etwa 1902 erbauten, in den 70er Jahren teilrekonstruiertem Fachwerk - bzw. Klinkergebäude, dafür ein zugewachsenes Grundstück, wunderschöne, etwa 80 Jahre alte Bäume, etwas Unrat und noch ein paar noch ungelüftete Geheimnisse ...

Das erste Jahr war von Aufräumungsarbeiten, Freischneiden und Sicherungsarbeiten geprägt, Beschaffung diverser Arbeitsmittel, Hundezwingerbau für die neue Bewacherin EMMA, teilweise Erneuerung der Wasser- , Abwasser- und Stromleitungen, Beginn des Badeinbaus,dem Freilegung des Fachwerkbaus und Einrichten weiterer Funktionalitäten sowie dem Einsatz von 3 Ziegen als lebende Landschaftspfleger und Rasenmäher.

Im zweiten Bahnhofsjahr wurden die Grundstücksecken dem Durchgangsverkehr deutlich gemacht, die alte Straße teilweise freigelegt und  der Grundschnitt der 18 wunderbaren rund 80 Jahre alten Kastanien – Linden - Allee – Bäume erforderlich. Einige, vorwiegend eßbare heimische Neupflanzungen wurden angelegt und die Verarbeitung der ersten Obsternte bewältigt. Der zweiten Winter hat die noch nicht getrockneten Holzvorräte erheblich dezimiert, da es bisher weder zu Badfliesen noch zu einer dringend erforderlichen Wärme-dämmung gereicht hat.

Das dritte Bahnhofsjahr war von der Aufstockung der Holzvorräte, dem Beginn der Dachdämmung und der Vorbereitung der Aussendämmung sowie der dringend erforderlichen nord- östlichen Feldrainbepflanzung  geprägt. Einige Kunstinstallationen sind dazugekommen, Anfang März  habe ich einen 20 PS Mc Cormic aus dem Schwarzwald geholt, seit dem kann man auf dem Bahnhof auch TRECKER FAHRN ! Am 13.03.2009 gab es den ersten Nachwuchs, zwei kleine Zicklein, die leider ihre erste Nacht nicht überlebt haben. Vom Pech mit den Tieren weiter verfolgt: auch das nächste Zickenlamm wurde von der Mutter nicht angenommen, der Bock starb an einem Infekt nach drei Tagen Kampf und meine über zwei Jahre treue Begleiter- und Beschützerin ist Gründonnerstag auf der B102 tödlich verunglückt.

Seit Mitte Mai 2009 gibt es ein Kuvasz- Mädchen PAULA, welches sich nun versucht, mit mir auf dem Bahnhof zurecht zufinden.Neben einigen Gasttieren unterstützt meine HEIDI - ein kleines Kamarunschaf nun die aktive Landschaftpflege. Ende 2009 haben wir den ersten richtigen Winter mit bis zu einem Meter hohen Verwehungen und des ersten Versuches eines Selbstbau-Schneepfluges, Temperaturen bis minus 20 Grad Celsius ... der nächste Frühling kommt bestimmt !!! Das teilweise Abholzen der B102 hat mir 10 fm Brennholz, ein paar Ästchen und 13 Alleebäume beschert, die dann mal kleingemacht werden mußten.

2011 wurde das Holz trocken gelagert, der alte Hausteil und das Dach wärmegedämmt, ein paar Fließen sind an der Wand und für eine Klotür und neue Kellerfenster hat es auch noch gereicht, die 5kwh - Photovoltaikanlage sichert weitere Unabhängigkeit!  Inzwischen sind mit Hilfe von Freunden auch noch einige Installationen gegen die Dummheit und viele Neupflanzungen gegen die Versteppung hinzu gekommen. Ein zweiter riegeroser Kronenschnitt meiner Alleebäume hat dieses Jahr zur eigenen Holzernte geführt und die ersten Nutztiere sind auch schon in den Kochtopf gewandert.

2012 hat mir die mißlungene Everestreise einiges durcheinander gebracht, die Herde ist auf derzeit 12 Tiere gewachsen, der Kronenschnitt wurde bis auf Weiteres vollendet, drei trockene Birken wurden gestaltet und der Garten der Liebe ist mal wieder am verwildern. Die Energieeinsparung ist dank Optimierung des Eigenverbrauches aus der Photovoltaikanlage und der ständig steigenden Preise weiter angenehm spürbar und ein bahnhofstaugliches Rangerauto ist nun auch auf dem Hof. Zukauf eines Anglo-Nubier- Stammhalters und Wurst und Schinken aus drei eigenen Tieren waren die Jahresendhöhepunkte.

2013 hat ruhig und spannend zugleich begonnen, bei minus 8 Grad wurden PLISCH & PLUM geboren, inzwischen haben sie sich trotz  minus 15 Grad stabilisiert & gut entwickelt, ein Zicklein konnte ich mit der Flasche durchbringen und derzeit sind 19 hungrige Mäuler zu stopfen. DAs Schuppendach wurde erneuert und etwas erweitert, Ende Juli sucht uns erneut ein Sturm heim, der neben Feuerholz leider auch eine Linde, eine Birke und 2 Tannenspitzen auf dem Gewissen hat. Das Bahnhofsfest am 09.08 hatte rund 170 Besucher und war EINFACH TOLL ! Nochmals vielen DANK an ALLE ! Im Dezember hatte ich mit den Ziegen Pech, einige Schafe wurden zwischenzeitlich für sehr schmackhaft befunden & seit November verstärkt BRUNO der Eisbär jetzt unser Team und vielleicht gibt es schon nächstes Jahr die ersten Herdenschutzhunde.

2014 gelang der 2. Himalay-Anlauf über Indien mit meinem Sohn, zu dieser Zeit hatten Paula & Bruno 8 gesunde Welpen, damit war 2014 "gelaufen", alle sind in guten Händen gelandet.

2015 war endlich das Wohnzimmer mit Fenstern - Rolläden - Fußboden & Maler dran, Couch, Fernseher und Tontechnik wurde erneuert, 35 lfm. Büchertregale gebaut, Asyl für Ratsherrengestühl und Trompetenbäume gegeben und "mary" von Stephan Heym wurde zu meiner Weihnachtsgeschichte des Jahres. Weihnachten in den französischen Alpen mit ENKEL-KONTAKT => DANKE an EMIL & ALEX ! ... und im Dorf durfte ich der Weihnachtsmann sein.

2016 habe ich ein neues Bauwagenquartier bereitgestellt und mich mit der Auffüllung der Holzvorräte und dem Aufstellen einer Faßsauna auf meine Pensionierng vorbereitet. Die Tierkinderhilfe für Igel und Eichhörnchen wird weiter ausgebaut. Biertisch mit Schwellensitzgruppe

2017 ... Hundezwingererweiterung, Heurollendepot, Leichenwaagen gerettet, Brommbeeren, Eichen und Weiden gepflanzt ... und wieder mal der WEIHNACHTSMANN

2018 Eichhörnchenvoliere (zum Auswildern), Eichenbrennholzvorräte aus Sturmschäden, Leitersturz und Lendenwirbelbruch, extrem trockener Sommer mit Baumverlusten und Waldbränden, der Wolf kommt näher ... und die Besuche von über 50 Landvergnügencampern waren ausnahmslos positiv. 

2019 Krebsauszeit und wieder aufstehen, weitere sehr bedenkliche Umweltschäden, das Baumsterben macht auch vor dem Bahnhof nicht halt, Neu- und Nachpflanzungen dringend erforderlich. 

2020 Die DOK's wollen nun noch an meinem HERZ was "retten" ich hab mal vorsorglich ein paar Blutbuchen gepflanzt und eine überdachte Bierbar gebaut. 

 

 


68 ff. be happy: make love, not war